Als Idee und Vorbild für das Schwimm-ABC dient uns das Zwem-ABC und Wakzwemmen aus den Niederlanden. Diese Lehrmethode hat bei unseren Nachbarn bereits eine lange und erfolgreiche Tradition.
In einem wasserreichem Land wie den Niederlanden ist es ein Muss, dass jeder schwimmen kann und sich auch in Ausnahmesituationen zu helfen weiß. Deshalb legt man dort großen Wert auf den Erwerb der ABC-Schwimmscheine. Mit diesen Zertifikaten kann jeder seine Schwimmfähigkeiten demonstrieren. Die Ziele sind Schwimmkenntnisse, Schwimmsicherheit und natürlich der Spaß im Wasser.
Beim Wakzwemmen geht es um Rettung bei winterlichen Gefahrensituationen, wie etwa dem Einbrechen in zugefrorene Gewässer.
Das nasse Element hat nun mal eine magische Anziehungskraft auf Kinder, für die meisten gibt es keinen größeren Spaß, als im Wasser zu spritzen und mit Freunden zu toben oder im Winter die Eisflächen zu "testen".
Für die Eltern ist es ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass ihre Kinder in der Lage sind auch in Gefahrensituationen richtig zu handeln.
Schulen, Schwimmbäder und Eltern haben das erkannt und so wundert es nicht, dass es lange Wartezeiten gibt, um an so einem Kursus teilnehmen zu können.


Und wie sieht das bei uns aus?
Nun ist Deutschland nicht so wasserreich wie die Niederlande, aber...:
laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) können nur rund 22% der Deutschen richtig schwimmen. Meist ist es so, dass aus Kostengründen ein Schwimmunterricht im Schulalltag nicht mehr stattfindet. 45 Prozent der Viertklässler in Deutschland können nicht sicher schwimmen!
Das ist ein erschreckender Zustand und kann zu einer großen Gefahr für die Kinder und Jugendlichen werden.

In Deutschland sind Angebote für das ZwemABC oder gar das Wakzwemmen eher rar und sehr regional auf wenige Schwimmbäder begrenzt, so haben wir uns entschlossen, das Schwimm-ABC auch in Deutschland flächendeckend anzubieten.
Besonderes Augenmerk widmen wir dabei nicht nur dem Schwimmen, sondern insbesondere auch dem richtigen Verhalten in Gefahrensituationen und der Unterweisung in lebensrettenden Maßnahmen, wie Erste-Hilfe und Kleiderschwimmen. Die oft tragischen Ausgänge von Unfällen im Eis oder mit Booten wären vermeidbar gewesen, wenn die Verunglückten entsprechende Kenntnisse gehabt hätten.

Egal ob Fluss oder Badesee: das Baden in freien Gewässern oder das Betreten von Eisflächen erfordern besondere Regeln. Die Teilnehmer lernen bei uns ihre Grenzen kennen, sowie auf sich und andere aufzupassen um gar nicht erst in gefährliche Situationen zu geraten. Dass die Kinder dabei Klamotten tragen, kann eines Tages bei Selbst- oder Fremdrettung hilfreich sein.
Sollte es doch zu einem Unglück kommen verfallen die Kids nicht in Panik, sondern sind in der Lage die Situation einzuschätzen und kennen das richtige Verhalten.

Das Vermitteln dieser Grundlagen, sowie Kenntnisse in Erster Hilfe ist das Ziel unseres Vereins.